Erste Begegnung mit dem Häuptling (Teil 3)
Das war die denkbar beste Einleitung, und bald fing auch er zu lachen an ... ohne allerdings auch nur einen Augenblick die Sagaje aus der Hand zu lassen, deren Spitze gegen mich gerichtet war. Ich rief nach meinem Kameraden Gerin, um ihm „meine Entdeckung" zu zeigen. Doch beim ersten Ton meiner Stimme war der Pygmäe plötzlich verschwunden, wie durch einen Zauberspruch.
Ins Lager zurückgekehrt, erzählte ich von meinem Erlebnis, und wir besprachen, wie wir den Kontakt mit den winzigen Eingeborenen am besten wieder aufnehmen könnten. Gerin begleitete mich bis an den Fuß des Baumes, in welchem ich den Pygmäen bemerkt hatte. Dort legten wir Salz - ein unersetzliches Nahrungsmittel in dieser Gegend - sowie verschiedene Glaswaren und Fleischstücke als Geschenk nieder. Als wir etwas später zurückkamen, waren Salz und Glaswaren verschwunden, das Fleisch zu unserem größten Erstaunen unberührt geblieben. Dieses Manöver wiederholten wir mehrfach, bis wir an Stelle unserer Geschenke Wurzeln, Erdwürmer und merkwürdige Insekten fanden, die wir noch nie gesehen hatten. Das Ganze war von Advokatnüssen umgeben. Dieses Mal blieben wir am Fuß des Baumes stehen und warteten. Es dauerte nicht lange und unser „neuer Freund" steckte seinen Kopf durch die Blätter. Wie beim ersten Mal musterte er uns lange und prüfend, ehe er sich entschloss, von seinem Ast herabzuklettern und näher zu kommen. Er machte uns ein Zeichen des Willkommens, das wir in unserer Weise erwiderten. Dabei bemühten wir uns jedoch, jede heftige Bewegung zu vermeiden. Wir wollten ihn nicht noch einmal erschrecken. Jedoch schien er inzwischen volles Vertrauen zu uns gefasst zu haben und bedeutete uns, ihm zu folgen. Er führte uns vor einen kleinen Mann mit lebhaftem und klugem Blick, mit einer Art Tierfell bekleidet. Es war der Häuptling, der kleinste Häuptling der Welt!
Nach vieler Mühe gelang es uns schließlich, uns durch Zeichen gegenseitig verständlich zu machen. Zu unserer großen Freude konnten wir so eine genaue Vorstellung vom merkwürdigen Leben dieses kleinen Völkchens gewinnen, dessen Tagesablauf viel mehr dem Leben eines Affenstammes als dem einer menschlichen Gemeinschaft ähnelt. Diese Wesen sind nicht nur die kleinsten Menschen der Welt, sie sind auch die primitivsten. Man stelle sich vor, dass sie den Gebrauch des Feuers nicht kennen und sich von Wurzeln, Raupen und rohem Fleisch ernähren. Ihre Hütte, wenn man mir den hochtrabenden Ausdruck gestatten will, wird aus Lianen und gerolltem Blattwerk geflochten und hoch oben in den Bäumen zwischen Astgabeln befestigt. Dort legen sie sich beim Anbruch der Nacht zum Schlafen nieder, im Gefühl, vor den wilden Tieren des Busches sicher zu sein.
Von ihren Vorfahren ist ihnen das Geheimnis überliefert, ein heftig wirkendes Gift zu bereiten. Dieses Gift tauschen sie bei den uns bekannten Pygmäenstämmen gegen Waffen ein. Sie wagen es aber nie, sich in die Dörfer dieser Menschen zu begeben, die für sie geradezu als Riesen erscheinen. Der Tausch wird mitten im Busch vollzogen. Die kleinen Menschen erwarten die Ankunft der Händler im Versteck ihrer Bäume und versichern sich, dass ihre „Geschäftsfreunde" nicht in größerer Zahl gekommen sind. Erst dann übernehmen sie die Waffen von den Händlern. Vor der Jagd werden die Spitzen der Waffen mit Gift behandelt.
Ins Lager zurückgekehrt, erzählte ich von meinem Erlebnis, und wir besprachen, wie wir den Kontakt mit den winzigen Eingeborenen am besten wieder aufnehmen könnten. Gerin begleitete mich bis an den Fuß des Baumes, in welchem ich den Pygmäen bemerkt hatte. Dort legten wir Salz - ein unersetzliches Nahrungsmittel in dieser Gegend - sowie verschiedene Glaswaren und Fleischstücke als Geschenk nieder. Als wir etwas später zurückkamen, waren Salz und Glaswaren verschwunden, das Fleisch zu unserem größten Erstaunen unberührt geblieben. Dieses Manöver wiederholten wir mehrfach, bis wir an Stelle unserer Geschenke Wurzeln, Erdwürmer und merkwürdige Insekten fanden, die wir noch nie gesehen hatten. Das Ganze war von Advokatnüssen umgeben. Dieses Mal blieben wir am Fuß des Baumes stehen und warteten. Es dauerte nicht lange und unser „neuer Freund" steckte seinen Kopf durch die Blätter. Wie beim ersten Mal musterte er uns lange und prüfend, ehe er sich entschloss, von seinem Ast herabzuklettern und näher zu kommen. Er machte uns ein Zeichen des Willkommens, das wir in unserer Weise erwiderten. Dabei bemühten wir uns jedoch, jede heftige Bewegung zu vermeiden. Wir wollten ihn nicht noch einmal erschrecken. Jedoch schien er inzwischen volles Vertrauen zu uns gefasst zu haben und bedeutete uns, ihm zu folgen. Er führte uns vor einen kleinen Mann mit lebhaftem und klugem Blick, mit einer Art Tierfell bekleidet. Es war der Häuptling, der kleinste Häuptling der Welt!
Nach vieler Mühe gelang es uns schließlich, uns durch Zeichen gegenseitig verständlich zu machen. Zu unserer großen Freude konnten wir so eine genaue Vorstellung vom merkwürdigen Leben dieses kleinen Völkchens gewinnen, dessen Tagesablauf viel mehr dem Leben eines Affenstammes als dem einer menschlichen Gemeinschaft ähnelt. Diese Wesen sind nicht nur die kleinsten Menschen der Welt, sie sind auch die primitivsten. Man stelle sich vor, dass sie den Gebrauch des Feuers nicht kennen und sich von Wurzeln, Raupen und rohem Fleisch ernähren. Ihre Hütte, wenn man mir den hochtrabenden Ausdruck gestatten will, wird aus Lianen und gerolltem Blattwerk geflochten und hoch oben in den Bäumen zwischen Astgabeln befestigt. Dort legen sie sich beim Anbruch der Nacht zum Schlafen nieder, im Gefühl, vor den wilden Tieren des Busches sicher zu sein.
Von ihren Vorfahren ist ihnen das Geheimnis überliefert, ein heftig wirkendes Gift zu bereiten. Dieses Gift tauschen sie bei den uns bekannten Pygmäenstämmen gegen Waffen ein. Sie wagen es aber nie, sich in die Dörfer dieser Menschen zu begeben, die für sie geradezu als Riesen erscheinen. Der Tausch wird mitten im Busch vollzogen. Die kleinen Menschen erwarten die Ankunft der Händler im Versteck ihrer Bäume und versichern sich, dass ihre „Geschäftsfreunde" nicht in größerer Zahl gekommen sind. Erst dann übernehmen sie die Waffen von den Händlern. Vor der Jagd werden die Spitzen der Waffen mit Gift behandelt.